Chronik

Marburg an der Lahn, am 14. im Narrenmond 1952, sieben Jahre nach dem 1000-jährigen Reich, 21 Uhr 45.

Das ist der Tag, an dem 10 Marburger Bürger die Gründungsurkunde unterzeichnen, und damit das 1. Marburger Funkenkorps ins Leben rufen.

Da waren nun 10 närrische, gut gelaunte Bürger, die den Kopf mit Plänen gefüllt hatten. Ihnen sollten noch viele Funken folgen. Es hatte sich auch schon damals herumgesprochen, im Marburger Funkenkorps ist immer etwas los.

Zu jener Zeit war das Geld knapp. Aber zu einem Funken gehörte nun einmal eine Uniform. Der gute dunkle Anzug musste herhalten, er wurde zu einer Uniform umfunktioniert. In Heimarbeit wurden die Zutaten hergestellt. Gelbe Rockaufschläge, rote Hosenbiesen und Ärmelaufschläge, Schulterstücke aus bemalter Pappe, denen später bessere, aus Sperrholz mit Filz beklebte Schulterstücke folgten. Aus weißer Kordel wurde eine so genannte Affenschaukel geflochten, dazu kam eine rote Schleife am Hals und eine närrische Kopfbedeckung.

Aus einem Ofenrohr mit Knie und zwei Handwagenrädern wurde die erste Konfetti-Kanone zusammengebaut und das 1. Marburger Funkenkorps war einsatzbereit.

Der Zulauf an Mitgliedern wurde stärker, und man dachte daran, eine Satzung auszuarbeiten. 1953 war es dann soweit. Die erste Satzung wurde von den Mitgliedern genehmigt. Darin heißt es sodann u. a.:

– Das 1. Marburger Funkenkorps steht im Dienste der Fastnacht. –

Dieser Leitsatz hat auch heute noch seine Gültigkeit.

Heute zählt der Verein 125 Mitglieder.

Die Aktiven studieren ihr Programm in den Gruppen: MAJA-Garde 5 – 11 Jahre, Jugendgarde 12 – 18 Jahre, Prinzengarde ü. 18 Jahre, und nicht zu vergessen die Helauies ein.

Ebenso wichtig, wie die Arbeit unserer aktiven Mitglieder, ist das Engagement der passiven Mitglieder. Sie sind unersetzlich bei der Gestaltung unserer eigenen Veranstaltungen. Ob in der Küche, beim Bedienen, das Backen von Kuchen, Dekorieren, das Nähen der Kostüme etc.Es werden immer helfende Hände gebraucht.